Von der Zettelwirtschaft zur digitalen Mitarbeiter-App: Saxonia Galvanik modernisiert die interne Kommunikation
Die Herausforderung
Saxonia Galvanik in Halsbrücke bei Freiberg galvanisiert mit über 330 Mitarbeitern Teile für die Automobilindustrie, die Medizintechnik und den Sanitärbereich. Viele Mitarbeiter arbeiten in der Produktion und haben keinen Bildschirmarbeitsplatz.
Das frühere Intranet hatte gut funktioniert. Das Nachfolgesystem nahm die Belegschaft kaum an, und niemand pflegte es. Die interne Kommunikation fiel damit auf das schwarze Brett und das Telefon zurück. Produktionsmitarbeiter überflogen Aushänge und Quartalsauswertungen in der Pause, nach dem Urlaub riefen sie beim Meister an, um ihren Schichtplan zu erfahren. Krankmeldungen gaben sie als Zettel ab, Verbesserungsvorschläge auf einem großen Papierformular. Bei jeder kurzfristigen Schichtänderung telefonierten die Meister jeden Betroffenen einzeln ab.
Die Lösung
Hunold Consulting führte mit Saxonia eine mobile Mitarbeiter-App ein, die jeden erreicht, vom Büro bis an die Anlage. Zuerst nahm Hunold Consulting die bestehenden Kommunikationswege auf und wählte die Anwendungsfälle aus, die im Alltag den meisten Aufwand verursachten. Daraus entstanden Schritt für Schritt der digitale Schichtplan, digitale Formulare für Krankmeldung und Vorschlagswesen sowie eigene Kanäle für Aushänge und Auswertungen.
Die Umsetzung im Haus übernahm Systemadministrator Markus Oertel. Hunold Consulting zeigte die Wege auf, arbeitete aktiv zu und beantwortete Fragen in der Regel sofort. Die App ging nicht auf einen Schlag live, sondern gruppenweise, mit Schulungen und Nachjustierung nach dem ersten Feedback der Nutzer.
Der Projektverlauf
Analyse und Konzeption
Kommunikationsprozesse aufnehmen, Anwendungsfälle mit dem größten Aufwand auswählen, Zielarchitektur der Mitarbeiter-App festlegen.
Aufbau des Grundgerüsts
App-Plattform einrichten, erste digitale Formulare und den Schichtplan anbinden, eng abgestimmt mit dem internen Systemadministrator.
Rollout und Nutzereinbindung
Alle Mitarbeitergruppen einbinden und schulen, Abläufe nach dem ersten Nutzerfeedback feinabstimmen.
Stabilisierung und Regelbetrieb
Nutzungstiefe steigern, Inhalte wie Speiseplan-Verlinkung und Aushänge ergänzen. Die App etabliert sich als fester Kommunikationskanal im Unternehmen.
Ergebnisse im Detail
Bei Saxonia Galvanik ist der Telefonaufwand bei Schichtwechseln und Krankmeldungen um rund 70 Prozent gesunken. Die Meister laden Schichtänderungen hoch, statt jeden Mitarbeiter einzeln anzurufen, und haben die Zeit für ihre eigentliche Arbeit zurück.
Die Mitarbeiter sehen ihren Schichtplan nach dem Urlaub selbst in der App. Krankmeldungen schicken sie vom Sofa aus über ein kurzes Formular direkt an die zuständige Stelle, Verbesserungsvorschläge reichen sie am Handy oder am Rechner ein. Aushänge und Quartalsauswertungen lesen sie in Ruhe zu Hause statt in der Pause am schwarzen Brett, und der Speiseplan der Kantine ist direkt in der App verlinkt.
Die Belegschaft nutzt die App aktiv und empfiehlt sie untereinander weiter. Das Projekt lief sechs Monate, drei Monate nach Projektende lief die App rund im Regelbetrieb. Die Abläufe mit dem höchsten täglichen Aufwand sind damit digital.
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